Das von den Architekten Walder, Doebeli & Hoch ausgeführte Amtshaus Helvetiaplatz ist, gemeinsam mit dem Aussenraum, ein städtebaulich und architektonisch exemplarischer Vertreter der Nachkriegsmoderne der 1960-er Jahre. Die Reduktion auf wenige geometrische Formen und Materialien, sowie das Freispielen des Erdgeschosses, sind von bemerkenswerter Radikalität. Das Gebäude wurde 2019 vom Büro Kaufmann Widrig Architekten GmbH räumlich und technisch umfassend neu konzipiert und ausgebaut. Im Zuge der notwendigen Sanierung und der Anordnung weiterer Nutzungen im Erdgeschoss wurden die beiden Treppenkerne vergrössert.
Die zweigeschossige Tiefgarage unter dem Helvetiaplatz wurde im Zuge der Instandstellungsarbeiten in ein öffentliches Parking umgewandelt und erhielt einen neuen Zugang. Zur Verbesserung der Personensicherheit und der Luftströmung wurden die bestehenden Trennwände mit grossen Bohrlöchern perforiert, die Betonstruktur freigelegt und mit farblichen Interventionen optisch betont.