Ausgangspunkt des Projekts war ein Paar, das seinen bisherigen Lebensmittelpunkt von einem grösseren Haus in einer lebendigen Altstadt in eine kleinere Wohnung an einem ruhigen Ort direkt am See verlegen wollte. Wichtig war auch der Wunsch, das bisherige Haus mit vier Geschossen an eine Familie mit zwei jungen Kindern übergeben zu können.
Mit dem Umzug gingen eine räumliche Verkleinerung und eine bewusste Reduktion des Haushalts einher. Die zahlreichen Objekte, Bücher und Kunstwerke sollten weiterhin selbstverständlich Platz finden. Die Wohnung ist als langfristiger Wohnsitz gedacht, der auf die veränderte Lebenssituation und den gemeinsamen Haushalt abgestimmt ist.
Gewünscht war keine reine Sanierung, sondern eine räumliche Neuordnung, die auf die veränderte Lebenssituation reagiert. Zentral war der Umgang mit der Skalierung des Haushalts: eine grosse Garderobe, eine umfangreiche Bibliothek sowie viel Stauraum für Kunst und persönliche Objekte. Gleichzeitig sollte die Wohnung offen, leicht und nicht verstellt wirken. Die Einbauten sollten integrativ wirken und die Charakteristik der Räume mitbestimmen. Sie werden nicht als verlorener Raum gelesen, sondern als architektonisches Kontinuum mit räumlichem Mehrwert.