Das Flussbad Unterer Letten wurde 1910 nach Plänen des Stadtbaumeisters Friedrich Fissler als erstes «Luft- und Sonnenbad» der Stadt Zürich errichtet und ist im Inventar der Denkmalpflege verzeichnet. Der überdachte Holzsteg wurde 1928 um einen Liegesteg ergänzt und liegt im Unterwasserkanal des Kraftwerks ewz. Damit reiht er sich in die kulturhistorisch bedeutenden Industriebauten entlang des Limmatufers ein.
Bei der Instandsetzung wurde der historische Bestand behutsam saniert und wo notwendig erneuert. Die nicht ursprünglichen Sanitär- und Technikräume von 1945 konnten entfernt und die ursprüngliche Symmetrie wiederhergestellt werden. Die Toiletten sind neu in Wandnischen an den Stegenden angeordnet. Im Innern wurde die abblätternde Farbschicht entfernt, sodass der Holzbau wieder in seiner ursprünglichen Materialität zur Geltung kommt. Die einst entfernten Holzfenster wurden rekonstruiert. Sie gliedern die Fassade zum Kloster-Fahr-Weg und schaffen zugleich einen stärkeren Bezug zwischen Innen und Aussen.