Arche Nova in Oberuster ist ein Pionierprojekt der Umnutzung industrieller Bausubstanz. 1956 wurde die Spinnerei durch eine Fabrikhalle des Zürcher Architekten Roland Rohn erweitert, 1982 endete der Betrieb. Nach einer von der Stadt unterstützten Umzonung entstand 1984 die Idee, die Halle in Wohnraum zu transformieren. Die Genossenschaft GWS realisierte in den Jahren 1988–1991 ein unkonventionelles Projekt: Die Halle wurde in zwei dreigeschossige, südorientierte Häuserzeilen umgebaut, getrennt durch einen Innenhof, der von den freigelegten Dachträgern überspannt wird. Die ehemalige Technik erhielt einen Gemeinschaftsraum, Materialien wie Beton, Glas und Kalk-Sichtmauerwerk prägen das Ensemble. Mit diesem respektvollen Umgang von Alt und Neu setzte Arche Nova ein starkes Zeichen für zeitgenössischen Wohnbau. 2001 wurde Uster dafür mit dem Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet. Seit dem 1. Januar 2023 steht die Arche Nova unter Denkmalschutz.
Öffentlicher Verkehr
Bus 845 bis Uster, Florastrasse
Details
Erstellung Fabrikhalle: 1956
Roland Rohn
Nutzungsstudie, Umnutzung für Wohnbau: 1984
Wohnsiedlung „Arche Nova“: 1998
Suter und Suter
Nutzung: Wohnen
Eigentümerschaft:
Privat
Kommunales Schutzobjekt
Wakkerpreis 2001
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Arche Nova Uster
VEHI – Verein zur Erhaltung alter Handwerks- und Industrieanlagen