Die Anlage des ehemaligen Wellenbades Dolder mit dem symmetrischen Badehaus, Säulenumgang und Rotunde wurde 1934 von Emil Rein erbaut und ist mit ihrem axialen Aufbau eher dem konservativen Modernismus verpflichtet als der Zürcher Moderne jener Zeit.
Die notwendig gewordene Instandsetzung gab die Chance, die Situation zu klären und die Anlage ausgehend von den ursprünglichen Qualitäten weiter zu entwickeln. Der bestehende Säulengang wurde zurückgebaut und mit einer zweigeschossigen Säulenhalle ersetzt, durch welche die Aufstockung in ein stimmiges Gesamtensemble eingebunden wurde. Der untere Säulengang wurde in der originalen Anmutung mit runden Säulen ersetzt, während das obere Geschoss als Pergola mit runden Metallstützen, Metallträgern und Holzbalken ausgebildet wurde. Damit wurde ein angenehmer, schattiger und ruhiger Aufenthaltsbereich geschaffen, der von einem wunderbaren Ausblick über die Badi bis zum Wald profitiert.