1904 wurden die Architekten Chiodera und Tschudy mit dem Bau des Pfarrhauses und der Kapelle St. Josef beauftragt. Von Beginn an war geplant, den Raum nach Vollendung einer grossen Kirche als Pfarreisaal zu nutzen. Sie wurde 1912-1914 von Karl Moser erbaut und wiest neben neubarocken auch Stilelemente des Jugendstils und des Art Déco auf. Moser ist es gelungen diese unterschiedlichen Stilelemente zu einem Gesamtkunstwerk zusammenzuführen.
Bei der ersten grossen Innenrevovation in den 1960 er Jahren wurde der Innenraum «versachlicht»und die Kirche verlor so ihre vielschichtige Ausstrahlung.
Mit der aktuellen Sanierung wurden die sorgfältig aufeinander abgestimmten Bauteile wieder in Einklang zueinander gebracht. Die liturgischen Bereiche wurden mit neuen Einbauten und neuer Ausstattung aufgewertet.
Auch der Pfarreisaal erfuhr in den 1960-er Jahren eine Neuinterpretation. Mit der kürzlich erfolgten Sanierung konnten die räumlichen Qualitäten wieder hergestellt werden und es entstand ein zeitgemässer Begegnungsort für das Industriequartier.