Zwei winkelförmige Neubauten bilden durch ihre Anordnung zueinander einen Hofraum. Dieser wird mit seinen allseitig angelegten Laubengängen zum Kern und Innenraum der Gesamtfigur. Die Lauben erschliessen die Wohnungen und sind gleichzeitig Aussenraum der Wohnungen. Der Hofraum,über den alle Wege zu den Wohnungen führen, ist das gemeinsame Entrée aller Wohnungen. Unterstrichen wird diese Funktion durch die roten Fassadenplatten, die den Hof einfassen, und den Bodenbelag aus sorgfältig gefügten Lehmsteinen mit einer offenen Wasserrinne. Der Hofraum istsowohl Innen- als auch Aussenraum, vermittelt Verbundenheit. Scheiben aus «Pullovermauerwerk» bieten Schatten und Sichtschutz, nach dem Vorbild orientalischer Holzgitter (Maschrabiyyas). Wem es zuviel wird, zieht den Vorhang.
Im Kontrast zum weichen Innenhof steht die murale äussere Hülle aus Backsteinmauerwerk, mit Simsen und Stürzen aus Beton. Der Stein stammt von Petersen aus Dänemark, farblich vielfältig von Gelb über Braun bis Schwarz.
Die reichstrukturierte Umgebungsgestaltung verbindet die neuen Wohnbauten mit der Gärtnerei und der benachbarten alten Villa mit altem Baumbestand. Ein Gewächshaus im Ensemble steht für die Mieterinnen und Mieter als Spiel- und Begegnungsraum zur Verfügung.