Das Werkstattgebäude der Genossenschaft Hobel steht seit 1971 neben dem Bahnhof Altstetten. Die Architekten Rüegsegger + Geiger bauten es als robustes Gewerbehaus: ein überlanger Lastenaufzug dient als fahrende Verbindung zwischen Laderampe, Maschinenhalle und Holzlager im 3. Obergeschoss. Die Struktur aus Stützen und Platten ist so einfach, dass sie fast jede Nutzung zulässt. Renovationen, Eingriffe in die Haustechnik und auch den steten Wandel der Produktion trägt das Gebäude mit einer fast stoischen Ruhe.
Um das Haus herum hat sich Zürich verändert. Wo Gleisfeld und Brache lagen, entstehen Wohnungen und Büros, die Tramwendeschlaufe kam vor die Tür, der Vulkanplatz wird zum Quartierzentrum. Das Grundstück liegt heute in der Zentrumszone 7. Das Pamphlet der Genossenschaft von 1951 „Die Genossenschaft Hobel – eine utopische Unternehmung“ wirkt heute aktueller denn je.
Für die Genossenschaft ist das Gebäude vieles auf einmal: Identifikationspunkt, Infrastruktur, Sicherheit für das laufende Geschäft und Garant für eine aufregende Zukunft. Gerne zeigen wir die skurrilen und schönen Seiten des Baus und des Betriebs.