Trotz wachsendem Bewusstsein für die Klimakrise besteht eine Lücke zwischen regenerativer Forschung und der alltäglichen Baupraxis. Regenerative Materialien, Wiederverwendung und Low-Tech-Strategien werden diskutiert, aber noch selten im Massstab 1:1 umgesetzt. Gleichzeitig wird temporärer Leerstand meist als wirtschaftlicher Verlust betrachtet.
Das re.act LAB DACHS versteht diesen Leerstand als Chance und verwandelt eine leerstehende Wohnung in Zürich-Altstetten in ein regeneratives Labor im Massstab 1:1. In einem bestehenden Gebäude aus den 1970er-Jahren werden regenerative Strategien unter realen Bedingungen erprobt – mit Mock-ups, Messungen und partizipativen Workshops. Im Fokus stehen gezielte, ressourcenschonende Eingriffe, die passive klimatische Eigenschaften aktivieren, bestehende Bauteile wiederverwenden und bio- sowie geobasierte Materialien wie z.B. Lehm, Hanf, Kalk und Myzel einsetzen.