Kurz vor Kriegsausbruch 1939 wurde die Architektengemeinschaft Metzger und Jenny aus Zürich, mit der Planung und dem Bau des Eingangs- und Unterrichtsgebäudes beauftragt. Noch im selben Jahr erfolgten die Planungsarbeiten zum neuen Kontrollturm, der nach nur sieben monatiger Bauzeit im Juli 1940 fertiggestellt wurde. Während des 2. Weltkrieges trugen diese beiden am südwestlichen Rand des Flugfeldes gelegenen militärischen Zweckbauten einen anthrazitfarbigen Tarnanstrich.
Bemerkenswert ist, dass der Architektengemeinschaft, neben dem Architekten Albert Jenny, auch Fritz Metzger, einem der bedeutendsten Kirchenbauer der Schweiz und ein Vorreiter der modernen Sakralarchitektur, angehörte. Sein Einfluss auf die Gestaltung der beiden Militärbauten ist nicht zu übersehen. Wie bei der dem Neuen Bauen verpflichteten Kirche St. Theresia in Zürich-Friesenberg von 1933 und vor allem bei der Betonkirche St. Karl in Luzern von 1934, dem ersten konsequenten modernen Kirchenbau der Schweiz, gelang es Metzger auch in Dübendorf auf die militärischen Anforderungen mit innovativen Konzepten zu reagieren. Das Ensemble von Eingangsgebäude und Kontrollturm ist denn auch ein wichtiger Zeuge der frühen Moderne in der Schweiz.
Der kleine Solitärbau des Kontrollturms gilt aufgrund seiner markanten Erscheinung und seiner prominenten Lage an der Haupteingangsachse heute als Wahrzeichen des Flugplatzes Dübendorf. Bericht